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25. März bis 11. April Frankreich - Normandie

11.4.: Nach ruhiger Nacht wollen wir gegen neun Uhr losfahren. Bis nach Hause sind es noch 470km.

Komischerweise sind hier über Nacht noch ein paar Plätze frei geblieben. Die haben wohl ihre Organisation nicht ganz im Griff. Oder vielleicht sind welche, die reserviert hatten auch einfach nicht erschienen ...

Nach zügigem Frühstück schaffen wir die Abfahrt sogar schon fünf vor neun. Dafür stehen wir nach 20 Minuten vor Utrecht schon im Stau.

Vor der Grenze nach Deutschland bei Meppen treffen wir auf eine Viertel Stunde Stunde Stau aufgrund der Grenzkontrollen. Willkommen im Schengenraum🫣.

Es kommt aber noch besser. Um den Stau zu umfahren schickt uns das Navi über eine Straße parallel zur Bundesstraße. Die führt ohne Stau und ohne jegliche Kontrolle im Abstand von nicht mal 50 Metern an Kontrollstelle vorbei. Da kann sich der deutsche Irrsinn sich mal wieder so richtig austoben 🤣.

Auf der Fahrt verspeisen wir noch leckeren Kuchen aus Holland und kommen bei strahlendem Sonnenschein um 15.15Uhr wieder zu Hause an.

10.4.: Der Tag startet bedeckt und frisch. Wir wollen gegen 9Uhr losfahren, damit wir in Gorinchem in den Niederlanden zum Wochenende hoffentlich noch einen Platz bekommen. Die Strecke sind wieder gut 300km.

Wir schaffen die Abfahrt um zehn nach neun und es kommt sogar ein wenig die Sonne heraus.

In Belgien tanken wir für 2,13Euro je Liter Diesel nochmal voll. Ein echter Schnapper🤣.

Die Tunnel Mautstation bei Antwerpen kostet uns eine Viertel Stunde, da etwa die Hälfte der Durchfahrten gesperrt sind...

Um Antwerpen war noch viel Stau und teilweise auch in den Niederlanden. So erreichen wir Gorinchem um 13.30Uhr und sehen schon von der Straße, dass der Stellplatz ziemlich voll ist. Wir haben aber mal wieder Glück und bekommen den letzten freien Platz, nachdem die in der Rezeption lange danach gesucht haben.

Nachdem wir uns installiert haben gehen wir direkt in den Ort zum Essen. Mittags haben noch viele Restaurants geschlossen, weshalb wir direkt nochmal im Club local einkehren. Der ist diesmal ziemlich voll, aber wir bekommen trotzdem noch einen schönen Eckplatz am Fenster. Die Bedienung hat uns sogar wiedererkannt. Wir essen erneut die Platte mit den 6 Köstlichkeiten, diesmal mit knusprigen Süßkartoffelpommes. Alles sehr lecker.

Im Anschluss schlendern wir noch ein wenig durch den Ort und kaufen ein paar Sachen ein.

Zurück am Womo scheint die Sonne so schön, dass wir uns noch eine Weile an den Fluss setzen. Das ist übrigens der Rhein, der hier in den Niederlanden Waal heißt.

Abends essen wir noch ein bisschen Käse mit französischem Cidre.

9.4 : Die Nacht war einigermaßen ruhig, denn hinter uns befinden sich Häuser und eine kleine Straße.

Der Tag beginnt wolkenlos und mit einem Bäcker,  der frisches Brot praktisch vor dem Womo verkauft.

Wir wollen heute Calais erkunden, aber vorher gehen wir erstmal an den Strand. Der ist wesentlich breiter als gestern, wohl weil Niedrigwasser ist. Wir gehen ein ganzes Stück nach Westen und setzen uns dort mit unseren Luftsofas an den Fuß der Düne. Es ist super warm und ich fliege noch kurz mit der Drohne. Nach etwa einer Stunde setzt schlagartig ein eiskalter Wind ein und wir gehen zurück.

Wir versorgen kurz die Papas und radeln dann die 4km an den Dünen entlang nach Calais. An der modernen, wohl relativ neu gestalteten Promenade sticht uns sofort ein riesiger Drache ins Auge. Der bewegt sich langsam vorwärts und Menschen sitzen auf ihm, während er laut grummelt, dampft und Feuer spuckt. Das ist wohl die moderne Form der Stadtrundfahrt. Auf dem Rückweg treffen wir noch seinen kleinen Bruder, einen nachgebildeten Waran.

Wir begeben uns auf die Altstadtinsel, die aber insgesamt nicht sonderlich ansprechend ist. Außer einer riesigen Kirche mit schönem Blumengarten gibt es noch einen alten Aussichtsturm und einen Leuchtturm. Dazu natürlich noch viele Geschäfte. Mittags suchen wir uns auf dem Place des armes ein Restaurant. Angie bekommt ein recht zähes Stück Rindfleisch und ich Muscheln in Currysoße. Die waren ganz gut.

Auf dem Rückweg besuchen wir noch kurz den Leuchtturm und radeln entlang der Promenade, wo der Drache offenbar gerade Pause macht, wieder zurück und genießen noch ein wenig die Sonne.

8.4.: Der Abreisetag beginnt nochmal wolkenlos, sodass wir draußen frühstücken können.

Wir haben keinen Stress, denn wir müssen den Platz erst bis 12Uhr verlassen haben.

Unser Ziel für heute ist ein Campingplatz etwas westlich von Calais. Der liegt gut 300km von hier entfernt und da können wir auch erst ab 16Uhr einchecken.

Nachdem ich hier in Houlgate etwa 28Euro pro Nacht bezahlt habe und gleich schon mal für nächstes Jahr vorreserviert habe, fahren wir um elf los.

Erstes Ziel ist die günstige Tankstelle im Nachbarort. 2,25Euro für den Liter Diesel. Da freut man sich doch, denn unterwegs haben wir Preise bis 2,75Euro gesehen🫣.

Nach dem Tanken gehe ich noch kurz im großen Supermarkt einkaufen, während Angie vorsichtshalber das Papamobil bewacht...

Kurz vor zwölf gehen wir dann endgültig on tour. Das Wetter ist traumhaft und das Thermometer zeigt sogar mal kurz 25Grad an.

Die Fahrt läuft problemlos und kurz vor 16Uhr erreichen wir den Campingplatz "du fort Lapin" bei Calais. Wir bekommen einen schönen großen Platz, relativ dicht bei den Dünen und es macht alles einen vernünftigen Eindruck. Hier sind viele Deutsche auf dem Platz und Calais ist nur etwa 5km entfernt.

Wir gehen erstmal über die Düne an den Strand. Das erinnert ein wenig an Dänemark. Einziger Unterschied sind die vielen großen Schiffe und Fähren, die hier fast direkt am Strand entlang zu fahren scheinen. Im Hintergrund ist auch Calais gut zu sehen.

Nachdem wir eine Weile am Strand gesessen haben fliege ich noch kurz mit der Drohne. In Strandnähe ist das immerhin bis 30 Meter Höhe erlaubt.

Abends können wir in der Sonne, ich sogar in kurzer Hose, draußen essen. Heute gibt es Tortellini in Spinatsoße.

7.4 : Unser letzter Tag hier in Houlgate beginnt mit wolkenlosem Himmel. Die Temperatur fühlt sich auch morgens schon gut an, sodass wir endlich mal draußen frühstücken können.

Wie wir in Frankreich schon häufiger beobachtet haben, wandert auch hier schon relativ früh morgens eine Gruppe von etwa 10 Personen in Neoprenanzügen küstenparallel im hüfthohen Wasser den Strand entlang.

Nach dem Frühstück radeln wir bei Traumwetter kurz nach Cabourg, denn Angie möchten da in einem netten Schmucklädchen nochmal vorsprechen. Sie kauft ein paar schöne Stücke und dann geht's zurück, die Sonne genießen.

Heute ist um die Mittagszeit Hochwasser und da kommen diesmal zwei Seehunde vorbei. Die Sonne brennt ganz ordentlich, sodass wir uns sogar vorübergehend in den Schatten zurückziehen müssen.

Immerhin war der Höchstwert heute bei 23Grad im Schatten.

Um 18Uhr ist es immer noch schön warm und es gibt als Aperitif einen leckeren Pastis in der Sonne. Wir sind schon ein wenig betrübt, dass wir diesen schönen Ort hier morgen schon wieder verlassen müssen😥.

Abends gehen wir in der Crêperie "Jardin du plaza" essen. Angie bekommt einen Galettes und ich Muscheln in Käsesoße. Beides so mittelmäßig. Dafür können wir aber draußen essen. Am Nebentisch sitzen die Holländer vom ersten Tag und wir kommen mit denen ins Gespräch. Die sind passionierte Fossiliensammler, kommen schon seit zehn Jahren hierher und schenken uns sogleich ein paar tolle Funde. So etwas haben wir hier nicht gefunden.

Die beiden haben auch noch einen Stellplatztipp für uns bei Boulonge sur mer. Dort werden wir die morgen wohl wieder treffen.

6.4.: Nach kühler Nacht mit um die zwei Grad beginnt der Ostermontag mit einem vielversprechenden blauen Himmel. Dazu weht auch nur ein leichter Wind. Aber zum draußen frühstücken ist es leider noch zu kühl.

Schon bald nach dem Frühstück können wir uns in die Sonne setzen und das Meer beobachten, wie es allmählich zurück kommt.

Wir mussten feststellen, dass die Bäcker heute geschlossen haben. Also muss kurzerhand im Airfryer ein Brot gebacken werden.

Wir genießen den Tag in der Sonne und erfreuen uns an einem Seehund, der in regelmäßigen Abständen vor uns auftaucht.

Mittags essen wir das leckere Eiweißbrot mit Käse.

Am Nachmittag machen wir einen langen Strandspaziergang und schauen dabei an der Steilküste nochmal nach Fossilien. Ein bisschen was finden wir, aber echte Highlights sind noch immer nicht dabei.

Den Rückweg können wir mit ablaufendem Wasser sogar im Watt gehen.

Um 19Uhr haben wir den Tisch im "Les Passantes" und bekommen einen schönen Tisch im Wintergarten am Kamin.

Wir gönnen uns einen "Kir Normande" und dann ein sehr leckeres 3-Gänge Menu: Vorweg sehr leckeres Vitello tonato, als Hauptgang folgt ein wohlschmeckender Fisch der Region und zum Abschluss gibt es zwei verschiedene Schoko Desserts. Alles absolut Weltklasse.

Als wir aus dem Restaurant kommen, geht gerade die Sonne unter. Heute Abend ist es noch relativ warm und so können wir den Sonnenuntergang auf einer Bank am Strand genießen. Das perfekte Ende eines wunderbaren Tages.

5.4.: In den frühen Morgenstunden hat es mal kurz geregnet. Der Tag beginnt dem entsprechend bedeckt. Während unserem Frühstück quält sich aber ein wenig die Sonne heraus. Wir denken, es wird.

Aber den Tag überwiegen dann doch die Wolken und wir können immer nur mal kurz draußen sitzen.

Nach dem üblichen Mittagsküchlein radeln wir nach Cabourg, denn gestern hatten wir den Eindruck, dass dort heute irgendwie ein Fest stattfindet. Der Ort ist brechend voll, aber außer wenigen Ständen finden wir nichts. Nur in einem Park am Anfang der Fußgängerzone sind ganz viele Stände, die Blumen und Gartenaccessoires verkaufen. Das sieht ganz nett aus.

Während Angie das Museum "Villa du temps retrouvé" besucht, erkunde ich noch ein wenig den Ort. Das Museum ist eine Art Kunstmuseum, von dem Angie aber eher enttäuscht war.

Gegen fünf sind wir zurück bei den Papas und so richtig hat es die Sonne immer noch nicht geschafft.

Abends wollten wir eigentlich im "Les Passantes" essen gehen. Aber ohne Reservierung ist da leider nichts zu machen. Also reservieren wir prophylaktisch schon mal für morgen Abend und kehren alternativ im "Le Royalty" ein. Da hat man sogar ein wenig Meerblick.

Angie bekommt eine leckere Fischplatte und ich "choucroute del mar". Das sind verschiedene Fischfilets, Muscheln und ein Scampi auf Sauerkraut. In der Tat auch ganz wohlschmeckend. Zum Nachtisch gönnen wir uns noch ein Eis und ein Sorbet. Zum Abschluss bekommen wir sogar noch einen Calvados spendiert. Der trifft allerdings nicht so ganz unseren Geschmack 🫣.

4.4.: Zum Glück sind uns die ganzen Meerestiere, die ich sonst nur aus meinem Studium kenne🤣, gut bekommen und wir haben prima geschlafen.

Der Tag beginnt bedeckt und trocken. Im Laufe des Tages soll es aber viel freundlicher werden und auch die Prognose für die nächsten Tage klingt vielversprechend.

Deshalb haben wir versucht, hier noch einen Tag zu verlängern. Keine Chance, der Platz ist komplett ausgebucht.

Nach dem Frühstück gehen wir in den Ort, denn dort hat heute die Markthalle geöffnet. Das war aber eher unbedeutend und dafür ziemlich voll. Auch beim Bäcker müssen wir heute eine ganze Weile anstehen.

Es kommt mehr und mehr die Sonne heraus und wir radeln anschließend die 5km in den Nachbarort Cabourg. Der hat eine fast endlos erscheinende Promenade mit überwiegend alten Häusern dahinter und tollem Strand. Ort und Promenade sind ziemlich voll bei dem tollen Wetter. Zwei Leute baden sogar im Meer. Nachdem wir die gesamte Promenade abgelaufen sind, gehen wir noch durch den Ort und bewundern auch hier wieder etliche alte Jugendstil Gebäude.

Mittags radeln wir wieder zurück, denn unsere Schnabeltiere haben bestimmt Hunger.

Das Wetter ist so schön, dass ich zum ersten Mal in kurzer Hose in der Sonne sitzen kann.

So können wir bis kurz nach sechs die Sonne draußen genießen. Dann kommt hohe Bewölkung auf und es wird zu kühl.

Abends essen wir heute leckere Quiche vom Bäcker und dazu ein paar Süßkartoffelpommes mit Sour Cream.

3.4.🥳: Diese Nacht war das Meer ruhiger und wir haben sehr gut geschlafen.

Der Tag beginnt bedeckt und zu allem Überfluss setzt während dem Frühstück auch noch leichter Nieselregen ein. Es sieht so aus, dass wir den heutigen Tag im Papamobil verbringen müssen😥.

Gegen zwölf hört der Regen dann doch mal auf und wir können einen Spaziergang machen. Neben der Campingplatz Einfahrt geht eine steile Treppe hoch und führt praktisch auf die Steilküste. Dort landet man direkt in einem Wald und ein Stückchen weiter finden wir einen Aussichtspunkt, von dem aus wir einen tollen Ausblick über Houlgate und die ganze Küste haben.

In einem langsamen Abstieg und an hübschen Häusern vorbei führt uns der Weg wieder zurück in den Ort. Da beginnt es auch wieder leicht zu regnen und wir gehen zurück ins Papamobil.

Immerhin können wir am Nachmittag auch noch einen Strandspaziergang zu den Fossilien machen. Aber etwas besonderes finden wir dort auch heute nicht.

Kurz vor 19Uhr brechen wir auf zum Restaurant. "Coquillage" bedeutet übrigens "Schalentiere". Wir sind gespannt, was uns da erwartet.

Wir bestellen das "Menu duo". Vorweg gibt es einen Kir royal und eine kleine Süßkartoffelsuppe. Dann kommt auch schon die zweistöckige Meeresfrüchteplatte: 2 halbe Taschenkrebse, verschieden große Scampi, Austern, Venusmuscheln und große Wellhornschnecken. Sehr lecker und reichlich. Danach gibt es einen knusprigen Käse auf Salatbett und zum Abschluss eine leckere Nachspeise aus fünf Köstlichkeiten. Alles in allem wunderbar und der perfekte Ausklang des Tages.

2.4.: Wir konnten beide nicht so gut einschlafen, denn das tobende Meer direkt vor dem Schlafzimmer war ganz schön laut. Ansonsten war die Nacht schön ruhig.

Der heutige Tag startet grau mit ab und zu etwas Nieselregen. Es soll aber zügig besser werden.

Gegen elf ist es dann vorübergehend trocken und wir gehen in den Ort. Aber schon nach kurzer Zeit fängt es erneut an zu regnen und wir werden ziemlich nass😥.

So gehen wir nur noch kurz zum Bäcker und reservieren noch schnell einen Tisch im Restaurant "La maison du coquillage" für morgen Abend.

Dann müssen wir im Womo erstmal trocknen...

Wie angekündigt reißt es Mittags zügig auf und wir können sogar draußen essen.

Danach radeln wir am Wasser entlang durch den kleinen Hafen vom Nachbarort zu einem riesigen Intermarché, um mal einzukaufen. Dort gibt es sogar den ersten Spargel zu einem erschwinglichen Preis. Den nehmen wir doch gleich mit für heute Abend.

Nachmittags schlendern wir nun bei Sonnenschein durch den Ort und erfreuen uns abermals an den hübschen Häusern.

Im Anschluss setzen wir uns mit unseren Stühlen im Windschatten an den Strand. Dort lässt es sich nun wunderbar aushalten und der regnerische Morgen ist schnell vergessen. Gegen 18Uhr fliege ich noch eine Runde mit der Drohne, um den Ort auch bei schönem Wetter zu fotografieren.

Der Spargel aus dem Loire Tal war für den Einstieg in die Spargel-Saison ganz gut, aber noch etwas dünn. Beim Essen gibt es zum Abschluss des Tages noch einen schönen Sonnenuntergang.

1.4.: Der heutige Abreisetag beginnt überwiegend bedeckt mit ein paar blauen Lücken.

Vor dem Frühstück buchen wir schon mal wieder den Campingplatz auf Fehmarn für Silvester, denn das ist ab heute möglich. Wir bekommen zum Glück wieder unseren Lieblingsplatz am Meer.

Heute wollen wir die gut 80km zum Zielort Houlgate, etwas westlich von Le Havre, fahren.

Die Abfahrt schaffen wir wie immer um zehn Uhr.

Die Route führt uns einige Kilometer über Landstraßen und nur bei Le Havre müssen wir ein Stück auf die Bezahlautobahn. Und auch die Brücke "Pont de Normandie" über die Seine muss bezahlt werden.

Wir erreichen Houlgate um kurz nach halb zwölf. Auf der Zielstraße zum Campingplatz fängt uns ein freundlicher Holländer ab und informiert uns, dass die Zufahrt zum Campingplatz bis 14Uhr wegen Bauarbeiten gesperrt ist. Zum Glück zeigt er uns einen kleinen Parkplatz, wo wir die Zeit überbrücken können. Er steht dort auch mit seinem Womo.

So haben wir schon mal etwas Zeit, nacheinander ein bisschen den Ort zu erkunden. Das Papamobil wollen wir auf dem Parkplatz lieber nicht unbeaufsichtigt lassen.

Der Ort und der Strand machen einen sehr netten Eindruck. Viele schöne, alte Häuser im britischen Cottagestil und es wechseln sich etliche Geschäfte und ansprechende Restaurants ab.

Für Mittags hat Angie gleich leckere Quiche vom Bäcker mitgebracht.

Dadurch bekommen wir die Wartezeit gut überbrückt.

Punkt zwei Uhr kommen wir auf unseren Platz. Traumhaft, wir stehen praktisch direkt am Strand mit tollem Blick auf das Meer.

Nachdem wir uns eingerichtet haben fängt es nur leider an zu nieseln.

Also machen wir es uns erstmal im Womo mit einem Stück Kuchen und heißem Tee gemütlich.

Am späteren Nachmittag bleibt es zumindest trocken. Angie ist es zu ungemütlich draußen, weshalb ich alleine einen kleinen Strandspaziergang mache. Hier gibt es endlich richtigen Sandstrand und davor sogar ein wenig Watt. Am Strand liegen viele Muscheln und am Fuße der Steilküste zusätzlich jede Menge Versteinerungen. Da sind einige Menschen und sogar Schulklassen am Suchen. Aber ein richtiges Highlight war für mich noch nicht dabei.

Zurück am Womo nutze ich die Windstille und fliege eine kurze Runde mit der Drohne. Wer weiß, wie sich der Wind die nächste Tage entwickelt...

Während auf den anderen Campingplätzen hier in Frankreich unentwegt Rasen gemäht wurde, wird auf diesem Platz, wohl mangels Rasen, seit unserer Ankunft die ganze Zeit gekärchert: die Wege auf dem Platz und die Mauer zum Meer. Verwunderlich, denn dieser Campingplatz hat heute den ersten Tag in diesem Jahr geöffnet...

Übrigens hat dieser Campingplatz nur etwa 12 Stellplätze. Den allergrößten Teil nehmen Mietunterkünfte unterschiedlichster Art ein.

Abends gibt's leckere Brunchgarnelen mit Nudeln.

31.3.: Der letzte Tag im März zeigt sich leider bedeckt, aber trocken und der unangenehme Wind hat sich zum Glück auch verzogen.

Da Angie die Radwege hier zu steil sind, radel ich alleine die 8km in die andere Richtung zum Hafenstädtchen Fécamp.

Die Stadt hat ein paar alte Kirchen zu bieten, ist aber ansonsten nicht besonders schön. Es gibt eine kleine Fußgängerzone mit einigen Geschäften, aber alles nicht sehr ansprechend.

So fahre ich nach gut zwei Stunden wieder zurück.

Angie hat die Zeit genutzt und ein paar Arbeiten korrigiert.

Für Mittags hab ich vom Bäcker ein wenig Kuchen mitgebracht.

Nachmittags gehe ich alleine nochmal den halben Weg nach Fécamp am Strand entlang. Allerdings befindet sich hier am Fuße der Steilküste kein Sandstrand, sondern nur ein Steinstrand aus ganz unterschiedlich großen, rundgeschliffenen Steinen.

Angie macht währenddessen ein bisschen Musik mit ihrem E-Piano.

Abends essen wir gebratene Maultaschen aus der Heimat.

30.3.: Bis auf den kräftigen Wind war auch hier die Nacht schön ruhig.

Nach dem Frühstück radeln wir die gut 8km Richtung Südwesten in die Stadt Étretat. Der Weg ist etwas beschwerlich, da es ganz schön rauf und runter geht. Immerhin ist hier die Steilküste teilweise über 100 Meter hoch und damit die höchste der ganzen Normandie.

Die Anstrengung hat sich aber gelohnt, denn die Stadt ist mit seinen alten Gebäuden und der Lage direkt am Meer wirklich sehr schön. Eingerahmt wird die Stadt durch die Steilküste. Auf der wandern wir ein wenig herum und der Blick ist atemberaubend schön. In der Steilküste befinden sich ganz bizarre Bögen, ganz ähnlich wie an der Algarve. Und oben drauf liegt mit tollem Meerblick auch noch ein Golfplatz.

Mittags schlendern wir noch ein wenig durch den Ort und kehren dann zum Essen in der Crêperie "Le Lann Bihoue" ein. Dort essen wir sehr leckere Galettes. Das sind die berühmten Buchweizen Crêpes hier aus der Gegend. Dazu gönnen wir uns ein Gläschen Cidre.

Gut gestärkt radeln wir bei traumhaftem Wetter den mühsamen Weg wieder zurück, wo die Papas schon hungrig auf uns warten. Vor dem Womo können wir sogar noch ein wenig in der Sonne sitzen.

Allerdings nicht allzu lang, denn es bewölkt sich mehr und mehr und ist dann doch zu frisch.

So verbringen wir den Rest im Papamobil und essen abends nur noch ein kleines Käsebrot.

Heute erlauben wir uns den ersten Pastis auf dieser Reise.

29.3.: Auch diese Nacht haben wir, trotz Zeitumstellung, gut geschlafen.

Wir frühstücken noch in Ruhe und fahren bei Sonnenschein um Viertel vor zehn los.

Zunächst müssen wir recht dringend tanken. Trotz Supermarkttankstelle zahlen wir 2,35Euro je Liter Diesel🫣. Und bei den Preisen ist die Abgabemenge auch noch auf 120Euro begrenzt...

Unterwegs pendeln die Preise zwischen 2,09 und 2,70Euro. Da waren wir ja noch im Mittelfeld🤣.

Wir fahren überwiegend Landstraße durch viele kleine Ortschaften und mit noch mehr Kreisverkehren. Das Navi schickt uns nur etwa 70km über die Autobahn, wofür wir auch gleich 13,90Euro bezahlen müssen. Allerdings hat die Karte die Zahlung abgelehnt. Die Schranke ging aber trotzdem auf...

Kurz vor zwei erreichen wir den Campingplatz "Le Rivage" in Yport bei Fécamp und haben damit die Normandie erreicht. Wir finden einen schönen Platz auf der Steilküste mit traumhaftem Blick auf die Küste und das Meer. Allerdings fahren wir uns beim Versuch auf die Rampen zu fahren im weichen Boden erstmal fest. Zum Glück bekommen wir das aber mit ein bisschen Schotter vom Weg zügig wieder geregelt.

Die Nacht kostet inklusive allem gut 25Euro und wir bleiben hier drei Nächte.

Mittags essen wir noch das letzte Stückchen leckeren Kuchen von gestern und gehen dann Ort und Strand erkunden. Leider hat es sich zwischenzeitlich recht stark bewölkt, aber es bleibt zumindest trocken.

Der Strand ist recht schroff und von steilen Felsen umgeben.

Im Ort Yport, der in einer Senke liegt, befinden sich viele alte Häuser, die ganz eigenwillig aus Steinen und Zement gebaut sind. Dadurch hat jedes Haus seinen ganz individuellen Charme.

Nachdem wir alles abgelaufen sind, kehren wir gegen 16Uhr im "Le petit saint Pierre" ein. Dort bekommen wir den besten Platz am Fenster mit Meerblick. Wir trinken leckeren Cidre und Angie bekommt Rochenflügel und ich endlich Muscheln nach Art der Normandie. Alles ganz hervorragend.

28.3.: Auch hier war die Nacht wunderbar ruhig und der Tag empfängt uns mit Sonnenschein. Ich radel kurz zum Bäcker und dann frühstücken wir erstmal in Ruhe. Heute werden wir mit den Rädern ein wenig die Gegend erkunden.

Nach dem Frühstück radeln wir zunächst auf die andere Seite vom Fluss, denn dort liegt die andere Hälfte vom Ort: petit fort Philippe. Über die entfernt liegende Brücke sind es dorthin immerhin etwa 8km, auch wenn der Ort Luftlinie nicht mal 500m entfernt liegt.

Der Ort wird geprägt durch den geschwungen schwarzweiß angenmalten Leuchtturm. Ansonsten hat der Ort nicht viel zu bieten. Bei einem tollen Bäcker kaufen wir leckeren Kuchen.

Auf dem Rückweg stoppen wir noch kurz am riesigen Supermarkt, denn ich benötige zum Frühstück dringend die wohlschmeckenden französischen Pasteten.

Wir bringen die Sachen kurz zum Papamobil und radeln dann noch über einen beschwerlichen Weg durch das Naturschutzgebiet zum Strand. Dort sieht es bei dem tollen Wetter ganz nett aus und sofort fallen von den hohen Dünen aus die Reste der alten Bunkeranlagen vom Atlantikwall auf.

Aufgrund des Windes ist es am Meer aber recht kühl.

Zurück am Womo können wir dafür im Windschatten den Kuchen sogar draußen verspeisen. Dabei sehen wir sogar die erste Schwalbe in diesem Jahr. Aber die allein macht ja bekanntlich noch keinen Sommer...

Wir können ein wenig Sonne tanken und uns gut erholen.

Nachmittags machen wir noch einen Spaziergang auf der ganz lange Mole, die die Flussmündung und damit auch die Hafeneinfahrt einrahmt.

Man hätte hier sicherlich auch gut mit der Drohne fliegen können, aber erstens liegt der Ort hier in einer Drohnen Flugverbotszone und zweitens ist es wohl auch zu windig...

Wir sind nach dem Kuchen noch so satt, dass wir abends nur ein paar Tempuragarnelen aus dem Airfryer essen. Dazu gibt's etwas Brot mit Käse und Pastete.

Morgen soll es dann nochmal 250km weiter Richtung Südwesten gehen.

27.3 : Wir haben wieder gut geschlafen. Im Hintergrund war nur manchmal das tiefe Brummen der Schiffe zu hören, gemütlich.

Der Tag beginnt sonnig und mit der guten Nachricht, dass sich der Buckelwal in der Lübecker Bucht endlich von der Sandbank befreien konnte.

Heute wollen wir knapp 300km weiter fahren. Heute soll es nach Frankreich gehen, in die Nähe von Calais ans Meer.

Hier in den Niederlanden kostet Diesel übrigens bis zu 2,70Euro. Entsetzlich, aber zum Glück müssen wir hier nicht tanken.

Heute blieb es mal die ganze Fahrt trocken und ab und zu war auch kurz die Sonne zu sehen. Der Weg führt uns durch Belgien an Antwerpen vorbei. Da müssen wir mal 6,20 Euro Maut für einen Tunnel bezahlen. Der Zustand der Straßen in Belgien erinnert uns an Deutschland...

Gegen halb zwei passieren wir die Grenze nach Frankreich. Immerhin sind da schon 13Grad und es blüht sogar der Raps.

Kurz vor zwei erreichen wir den Campingplatz de la plage in Grand Fort Philippe. Dort müssen wir aber kurz vor dem Tor warten, denn bis 14Uhr ist Mittagspause.

Der Ort liegt etwa zwischen Dünkirchen und Calais.

Wir checken kurz ein und zahlen inklusive Strom und Duschen ganze 16Euro pro Nacht.

Nach kurzem Mittagssnack gehen wir ans Meer und in den Ort, der durch einen Fluss zweigeteilt ist. Leider fängt es aber schon bald, wie angekündigt, an zu regnen. So drehen wir nach einer guten halben Stunde wieder um. Morgen soll das Wetter richtig schön werden und deshalb bleiben wir hier zwei Nächte.

Den Nachmittag verbringen wir mit den Papas im Womo.

Es regnet bis zum Abend weiter. Also heißt es mal wieder im Papamobil zu kochen. Heute gibt's Nudeln mit leckerer Spinatsoße.

Danach machen wir wie üblich einen gemütlichen Fernsehabend.

26.3.: Gegen 20Uhr gaben die Jets dann Ruhe und die Nacht war wunderbar leise. So haben wir beide gut geschlafen.

Der Tag beginnt mit Aprilwetter und nach dem Duschen nutze ich eine kurze sonnige Phase, um ein paar Fotos mit der Drohne zu machen.

Anschließend frühstücken wir gemütlich.

Heute wollen wir nochmal 250km weiter fahren nach Gorinchem, einem netten Örtchen in den Niederlanden. Den Ort kennen wir schon von der Rückfahrt aus Portugal im vergangenen Jahr. Da sind wir allerdings so spät angekommen, dass wir uns den Ort nicht mehr anschauen konnten.

Kurz vor zehn fahren wir los.

Die Fahrt läuft entspannt auf, im Unterschied zu Deutschland, hervorragend ausgebauten Straßen. Nur das Wetter zeigt sich sehr gemischt mit Sonne, Regen, Hagel und sogar ein wenig Schneefall.

Wir erreichen den schönen Stellplatz am Hafen von Gorinchem um kurz nach eins und finden auch gleich einen tollen Platz mit Blick auf Hafen und Fluss.

Nur leider werden wir sogleich mit einem kräftigen Regen-Hagel-Schauer empfangen. Den müssen wir erstmal abwarten, bevor wir in den Ort gehen können.

Der Schauer zieht schnell vorbei und ich fliege noch kurz mit der Drohne, bevor wir den halben Kilometer bis in den Ort gehen.

Dort kehren wir direkt im "The local club" zum Essen ein. Wir sitzen dort nett direkt an einer Gracht und essen sehr leckere verschiedene Kleinigkeiten aus der Region. Nun kann der Urlaub beginnen.

Nach dem Essen erkunden wir noch ein wenig den Ort. Der bietet viele nette Geschäfte und schöne Häuserzeilen. Was uns auffällt ist, dass die Menschen hier außergewöhnlich freundlich sind.

Wir kaufen noch holländischen Käse, die typischen Nüsse und Angie erwirbt in einer kleinen Patisserie auch noch leckeren Kuchen. Dann gehen wir zurück zum Papamobil. Das erweist sich mal wieder als Punktlandung, denn kurz nach unserer Rückkehr fängt es erneut an zu regnen.

Nachmittags bespaßen wir ein wenig die Papas.

Abends essen wir ein kleines Stück Brot mit dem leckeren Käse aus dem Ort und sehen einen Film im TV.

25.3.: Die letzten Tage lag schulisch noch viel an und wir konnten das Papamobil nur Stück für Stück auf die Reise vorbereiten. Das Schlimmste war vorgestern das Tanken für 2,27 Euro pro Liter Diesel . Wir hoffen, dass der Sprit in Belgien und Frankreich deutlich günstiger ist, aber um dorthin zu kommen, mussten wir zu Hause leider nochmal volltanken.

Letzte Woche haben wir dem Womo noch vier neue Reifen spendiert und sind jetzt, da wir im Winter kaum mit dem Papamobil fahren, auf Ganzjahresreifen umgestiegen.

Mit gepacktem Womo und den Papas an Bord fahren wir schon früh morgens zur Schule. Einen Anhänger haben wir diesmal nicht dabei. So sind wir etwas kürzer und das Fahren stellt sich etwas entspannter dar.

Abfahrt von der Schule schaffen wir um kurz vor 13Uhr.

Das Tagesziel für heute bildet ein netter kleiner Stellplatz bei Haselünne, kurz vor der Grenze zu den Niederlanden. Zum Einstieg in den Urlaub brauchen wir mit knapp 250km nicht ganz so viel zu fahren heute.

Die Fahrt läuft trotz kurzer und heftiger Schauer, teilweise sogar mit etwas Graupel, ganz gut. Zwischendurch musste ich noch kurz die Radmuttern überprüfen und vor der Weserbrücke in Bremen kostet uns ein Stau etwa eine halbe Stunde. Den kleinen Stellplatz in Eltern bei Haselünne erreichen wir um 16.20Uhr. Außer uns stehen da noch zwei weitere Wohnmobile. Die Übernachtung kostet 18Euro inklusive Wasser, Strom und WLAN. Nur die Dusche kostet 1 Euro für 5 Minuten zusätzlich.

Da es in kurzen Abständen immer wieder kräftig regnet, verbringen wir den Rest des Tages gemütlich im Womo.

Abends machen wir uns eine Dose Ravioli auf. Das geht schnell und ist einigermaßen lecker. Anschließend sehen wir noch ein wenig fern. Den ganzen Abend hören wir Kampfjets, die anscheinend in großer Höhe über uns trainieren. Hoffentlich haben die irgendwann auch mal Feierabend...

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